Die Auswahl an Spielzeug ist heutzutage gigantisch, und viele Eltern stehen ratlos vor einem bunten, klingelnden, rasselnden pädagogisch mal mehr, mal minder wertvollen Überangebot. Was ist sinnvoll und wird gleichzeitig vom Kind angenommen? Es ist mitunter schwer vorauszusagen, welches Spielzeug bei den lieben Kleinen gut ankommt. Manchmal vergnügen Kinder sich lieber stundenlang mit einem in eine Socke gekleideten Kochlöffel, während die nagelneue und sündhaft teure Puppe beleidigt daneben sitzt und zuschaut. Einige Dinge können Eltern aber beachten, um einen Konsens zwischen der eigenen Fürsorge und den Wünschen der Kinder zu erzielen.
Sicherheit
An erster Stelle bei der Auswahl sollte natürlich die Sicherheit stehen. Das gilt insbesondere für kleinere Kinder, die gern Dinge in den Mund nehmen und auch verschlucken können. Aber auch beim Einkauf für größere Kinder sollte auf Spielzeug ohne Schadstoffe geachtet werden. Verschiedene Gütesiegel, wie beispielsweise das GS-Prüfsigel vom Tüv Rheinland oder Öko-Tex-Standard 100, geben darüber Aufschluss. Eine weitere Komponente beim Thema Sicherheit ist die Haltbarkeit. Spielsachen, die leicht zerbrechen, können scharfe Bruchkanten bekommen, an denen Kinder sich leicht verletzen können.
Weniger ist mehr
Diese Maxime ist manchmal nur schwer durchzuhalten, besonders, wenn zu Weihnachten und Geburtstagen Freunde und Verwandte dem Geschenkewahnsinn verfallen. Langfristig lohnt es sich aber, wenn man bei solchen Gelegenheiten das Geschenkemanagement übernimmt. Lieber vielseitiges und ausbaufähiges Spielzeug kaufen, als hilflos vor einem Kinderzimmer voller knallbunter, aber sinnloser Einzelteile zu stehen. Mit ausbaufähigen Stecksystemen beispielsweise haben Kinder jahrelang Spaß. Die Dreijährigen üben damit ihre Motorik, die Siebenjährigen bauen damit die Scheune für ihren Bauernhof oder auch das Raumschiff, mit dem dem die Aliens im Badezimmer landen. Gutes Spielzeug ist robust, ausbaufähig, regt die Phantasie an und erlaubt Kindern ihre eigene Welt zu gestalten. Spielwaren, die alles vorgeben begeistern zwar beim Auspacken, aber meist auch nicht viel länger.
Kinder haben übrigens schon früh eine recht klare Vorstellung von geeignetem Spielzeug, man kann sie daher ruhig in die Auswahl mit einbeziehen – auch wenn man dann in Kauf nehmen muss, dass gelegentlich doch das eine oder andere lärmende pinkfarbene Ding mit ungewisser Funktion ins Haus kommt.